Gegner-Interview
„Wir müssen unsere Wut in Energie umwandeln“

Werder-Trainer Florian Kohfeldt vor dem Spiel in der Allianz Arena.

Die letzten 20 Spiele hat Werder allesamt gegen Bayern verloren. Befürchten Sie, dass Ihre Mannschaft das im Hinterkopf hat?

„Es darf für uns ganz einfach keine Rolle spielen. In der vergangenen Saison waren wir zweimal nah dran, sowohl das Pokal-Halbfinale als auch das Spiel in der Allianz Arena waren sehr knapp. Allerdings war das auch aus einer anderen Situation heraus als jetzt. Wir waren wütend nach unserer Leistung gegen Paderborn. Ich habe der Mannschaft dann gesagt, es gibt zwei Haltungen: Entweder die Einstellung, dass es irgendwie vorbeigeht, oder dass du anfängst dich aktiv dagegen zu wehren. Wir sind wütend und müssen unsere Wut in Energie umwandeln.“

Die Bundesliga macht eine Englische Woche, gleich am Dienstag empfangen Sie Mainz 05. Hat dieses wichtige Heimspiel Auswirkungen auf die Aufstellung in München?

„Nein, denn niemand fährt nach München und taktiert. Auch wenn wir gerade eine nicht so gute Phase haben, kommen nach München, um was mitzunehmen. Wir werden die beste Mannschaft auf den Platz stellen. Man darf natürlich nicht erwarten, dass wir dieses Spiel 90 Minuten dominieren. Wir müssen also eine Mischung finden aus Spielern, die sehr viel mit dem Ball arbeiten wollen und Spielern, die stark gegen den Ball sind.“

Der FC Bayern hat die beiden letzten Ligaspiele verloren. Ziehen Sie daraus Hoffnung?

„Wir spielen gegen die aktuell beste Mannschaft Deutschlands. Und dass die Bayern die letzten beiden Spiele in der Liga nicht gewonnen haben, ist eigentlich ein Treppenwitz. Sie hatten so viele ganz klare Torchancen, standen teilweise ja mit drei Mann vorm gegnerischen Torwart und haben die Kugel nicht reinbekommen. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass das jede Woche so geht.“