Spiel
Kovac warnt: „Obacht“ vor Stuttgart

Zweiter gegen Sechzehnter heißt es am Sonntag, doch die Hinrunde mahnt die Bayern zur Vorsicht.

Bundesliga, 19. Spieltag 2018/19

27.01.2019, 15:30 Uhr

Eigentlich hat es Niko Kovac in der Mannschaftssitzung vor dem Spiel ganz einfach. Er muss nur die Ergebnisse der acht bisherigen Liga-Heimspiele an die Wand werfen, darauf markiert vier Partien: Augsburg (1:1), Gladbach (0:3), Freiburg (1:1) und Düsseldorf (3:3). Zu viele Punkte haben man da vor eigenem Publikum liegen gelassen, monierte der Bayern-Chefcoach am Freitag. Für das anstehende Heimspiel gegen den Tabellen-16. aus Stuttgart bedeutet das: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, den VfB zu unterschätzen!“

Zwei Tage vor dem Duell mit den Schwaben erinnerte Kovac auch an das letzte Heimspiel gegen den VfB: 1:4 hieß es nach 90 Minuten aus Bayern-Sicht. „Das ist eine gute Mannschaft, auch wenn sie im Moment vielleicht nicht ihren besten Fußball zeigen. Wir müssen Obacht geben.“

Die Eindrücke vom Rückrunden-Auftakt vergangene Woche in Hoffenheim (3:1) stimmen den Bayern-Chefcoach aber zuversichtlich für Sonntag. Vor allem an die erste Halbzeit dort gelte es anzuknüpfen, meinte Kovac. „Wir haben jetzt sechs Spiele in Folge gewonnen. Und wir arbeiten weiter. Es gilt, Woche für Woche Punkte abzuknabbern.“ Um den Druck auf Tabellenführer Dortmund (spielt am Samstag gegen Hannover) weiter hoch zu halten.

Wir haben viel liegengelassen in der Hinserie, das darf uns in der Rückrunde nicht passieren.

Manuel Neuer

Das Personal für den Vergleich mit dem VfB ist fast das gleiche wie vor einer Woche in Hoffenheim. Neben Corentin Tolisso (Kreuzbandriss), Arjen Robben (Oberschenkelprobleme) und Franck Ribéry (Muskelfaserriss) muss diesmal aber wohl auch Jérôme Boateng passen. Der Innenverteidiger meldete sich am Freitag krank. Bei Serge Gnabry, der zu Wochenbeginn im Training kürzertreten musste, geht Kovac davon aus, „dass er 100-prozentig einsatzbereit ist.“

Viel Grund zur Rotation sieht Kovac nicht. „Diejenigen, die gespielt haben, haben es sehr gut gemacht. Für die anderen, die hintendran sind, ist es schwierig“, meinte er und kündigte an: „Wir werden uns so aufstellen, dass wir den Gegner unter Druck setzen können. Wir müssen auch mal ein paar Tore mehr schießen.“