In memoriam Rudi Assauer
Trauer um Rudi Assauer

Die Nachricht hat nicht nur beim FC Schalke, sondern im ganzen deutschen Fußball Betroffenheit ausgelöst. Der langjährige S04-Manager Rudi Assauer ist am Mittwoch im Alter von 74 Jahren verstorben. Auch der FC Bayern trauert um einen Menschen, der die Bundesliga über viele Jahre maßgeblich mitgeprägt hat. Das Mitgefühl gilt insbesondere seiner Familie.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß würdigte Assauer als aufrichtigen Kollegen und Freund. „Rudi Assauer war einer der professionellsten Manager in der Geschichte des deutschen Fußballs. Er hat die Bundesliga in seiner Zeit bei Werder Bremen und Schalke 04 geprägt“, so Hoeneß, „bei aller sportlichen Rivalität hatten wir immer größten Respekt voreinander. Rudi war ein Mensch, auf den man sich verlassen konnte. Sein Wort hat gezählt, eine Vereinbarung, die per Handschlag getroffen wurde, hatte Gültigkeit, darauf konnte man sich bei ihm zu hundert Prozent verlassen. Natürlich haben wir auch kontrovers diskutiert, aber am Ende konnten wir uns immer in die Augen schauen. Wir haben uns gefetzt und immer gemocht. Wir waren auch privat befreundet.“

Der ehemalige Bundesligaspieler Assauer war von 1981 bis 1986 und von 1993 bis 2006 Manager der „Königsblauen“, mit denen er 1997 den UEFA-Pokal und 2001 und 2002 den DFB-Pokal gewann. Vorher fungierte Assauer von 1976 bis 1981 als Manager beim SV Werder Bremen.