Gegner-Interview
„Ich freue mich sehr für Hansi“

Freiburgs Trainer Christian Streich über die Meisterschaft des FC Bayern und wie er in München punkten will.

Herr Streich, Bayern ist schon Deutscher Meister. Rechnen Sie damit, dass die Münchner am Samstag einen Gang zurückschalten?

„Ich glaube nicht, dass ihnen die Feier vom Dienstagabend so in den Knochen hängt, dass das ein Vorteil für uns ist. Die werden am Samstag Bock haben, wieder zu spielen. Als Meister wollen sie zuhause nicht gegen uns verlieren. Dafür sind sie viel zu professionell und ehrgeizig.“

Was denken Sie über den neuen und alten Deutschen Meister?

„Ich kann Bayern nur beglückwünschen. Sie bestätigen es immer wieder und sind die beste Mannschaft seit Jahren. Man muss echt den Hut ziehen, was sie seit vielen, vielen Jahren leisten. Persönlich freue ich mich sehr für Hansi, weil er wirklich Großartiges geleistet hat in den letzten Monaten. Es ist schon toll, was sie für eine Siegesserie hingelegt haben.“

Wie schicken Sie Ihre Mannschaft am Samstag auf den Rasen?

„Wir werden uns nicht verbarrikadieren. Wir möchten Bayern München mit einer ordentlichen Brust begegnen, mit viel Energie und Leidenschaft. Natürlich musst du in München bereit sein zu leiden. Die Mannschaft ist sehr bereit, alles zu tun, auch Schmerzen auszuhalten und sich vollständig zu verausgaben. In den letzten Wochen haben wir auch guten Fußball gespielt. Wenn die Bayern sehr gut sind an diesem Tag, hauen sie uns halt ein paar rein. Aber vielleicht können wir es lange offen halten. Das trauen wir uns zu.“

Für Freiburg geht es noch um einen Startplatz in der Europa League.

„Sie können mir glauben: Ich mache mich in keinster Weise verrückt. Ich habe keine Rechnungen angestellt. Ich schaue nur darauf, wie wir kicken. Schlechtestenfalls werden wir Neunter, bestenfalls Sechster, wurde mir gesagt – wenn das stimmt, wäre ich sehr glücklich. Wenn du richtig gute Leistungen zeigst, kannst du punkten und stehst automatisch in Bereichen, wo du Freude hast. Ich nehme es, wie’s kommt. Und ich nehme es gern, wie es kommt.“