Interview
„Bayern, das ist mein Verein“

Rafinha ist wieder da! Ein halbes Jahr nach seinem Abschied aus Europa drückt er dem FCB gegen Schalke die Daumen – „natürlich im Stadion“.

Rafa, willkommen zurück beim FC Bayern. Wie fühlt es sich an, zum ersten Mal seit deinem Abschied im letzten Sommer wieder in München zu sein?
„Es ist schwer, es kommen viele gute Erinnerungen auf. Ich habe hier acht Jahre schöne Momente erlebt und so viele Titel gewonnen. Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein. Für mich ist das meine zweite Heimat!“

Verfolgst du noch regelmäßig die Spiele des FC Bayern?
„Auf jeden Fall, ich schaue jeden Samstag die Bundesliga an. Durch die Zeitverschiebung sind die Spiele schon um halb elf. Da wir in Brasilien immer abends spielen, kann ich mir die Bundesliga ansehen. Ich verfolge nicht nur die Spiele des FC Bayern, sondern alle Spiele. Aber besonders den FC Bayern, das ist mein Verein.“

Am Samstag kommt es zum Topspiel zwischen deinen beiden Ex-Klubs Bayern und Schalke.
„Ich bin natürlich im Stadion. Ich habe fünfeinhalb Jahre für Schalke und acht für Bayern gespielt. Ich freue mich, wieder in die Allianz Arena zu kommen, die Fans von Bayern zu begrüßen und drücke die Daumen, dass die drei Punkte in München bleiben.“

Bayern ist mit dem Sieg gegen Hertha BSC gut in die Rückrunde gestartet, hat aber noch vier Punkte Rückstand auf Platz eins. Traust du deinen alten Kollegen eine Aufholjagd wie im letzten Jahr zu?
„Klar, auf jeden Fall. Das war ein sehr guter Start. 4:0 in Berlin – ich glaube, das geht nicht besser. Das war ein sehr gutes Signal an die Bundesliga. Und ich hoffe, dass Bayern bald wieder zurück ist auf Platz eins. Jeder weiß: Wenn Bayern beginnt, zu gewinnen, dann sind sie schwer zu stoppen.“

Neben der Champions League mit den Bayern hast du im November auch mit deinem jetzigen Klub Flamengo die Copa Libertadores gewonnen und stehst jetzt in einer Reihe mit Spielern wie Neymar, Ronaldinho oder Cafu, die das ebenfalls geschafft haben. Wie stolz macht dich das?
(strahlt) „Das bedeutet mir viel, mit so großen Spielern in einer Reihe zu stehen! Die Jungs hier haben schon gesagt: ‚Rafa, du hast hier in Europa alles gewonnen, jetzt gehst du nach Südamerika und gewinnst auch alles.‘ Das ist gut für mich. In der kurzen Zeit – nur fünf Monate – habe ich alles gewonnen. Die brasilianische Meisterschaft, was auch sehr schwierig ist, und die Copa Libertadores. Die hat Flamengo seit fast 40 Jahren nicht mehr gewonnen. Ich bin ein Sieger, ich gewinne alles. Ich freue mich.“ (lacht)