Respekt, Toleranz und Vielfalt
Für Toleranz, Respekt und Vielfalt

Der FC Bayern stellt sein Heimspiel gegen den FC Augsburg ganz in den Rahmen einer besonderen Aktion. 

„Wir wollen damit Haltung gegen Hass, Hetze und jede Art von Gewalt zeigen“, erklärt Präsident Herbert Hainer, „Fußball muss Freude machen. Dafür steht der FC Bayern – genauso wie für die Werte Toleranz, Respekt und Vielfalt.“ Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, sagt: „In den vergangenen Wochen ist es in den Stadien der Bundesliga zu Vorfällen gekommen, die uns allen nicht gefallen können.“ Mit der Aktion wolle der Verein „dazu beitragen, dass unsere Stadionkultur, um die man uns in ganz Europa beneidet, wieder von Vernunft und Menschlichkeit bestimmt wird.“

Im Mittelpunkt des Engagements steht Initiative „Rot gegen Rassismus“, die der FC Bayern in den vergangenen Tagen auf seinen Medienkanälen gestartet hat. „Rassismus ist mit die schlimmste Form der Diskriminierung und hat in unserer Welt keinen Platz“, betonte Hainer. Der FCB-Präsident bezieht zusammen mit 16 anderen Spielerinnen und Spielern aus Fußball und Basketball sowie Klubverantwortlichen mit persönlichen Stellungnahmen Position. „Ich fühle mich wohl in meiner Haut“, sagt Serge Gnabry. Alphonso Davies erklärt mit Blick auf seinen Lebensweg vom Flüchtlingsbaby zum Bayern-Profi: „Ich weiß, Fußball kennt keine Grenzen.“ Oliver Kahn berichtet, er könne sich gut in Menschen hineinversetzen, die angefeindet werden: „Das ist ein Gefühl der Abwertung, Erniedrigung und Ausgrenzung.“ Uli Hoeneß warnt davor, dass es in Deutschland „noch immer Leute gibt, die die Nazi-Zeit bagatellisieren“. Und Joshua Kimmich stellt klar: „Rassismus geht uns alle an. Deutschland kann multikulturell. Deutschland ist multikulturell.“

Die T-Shirts mit dem Aufdruck „Rot gegen Rassismus“, die alle Protagonisten bei der Aktion tragen, sind ab sofort in allen FC Bayern Stores sowie im Online Store für 15 Euro erhältlich. Der komplette Erlös wird an soziale Einrichtungen gehen, die sich für Vielfalt und Toleranz engagieren.

Der FC Bayern will mit „Rot gegen Rassismus“ auch den Initiativspieltag der DFL unterstützen, der am Wochenende 20./21./22. März stattfinden und sich ebenfalls dem Thema Vielfalt widmen wird. „Es heißt immer so schön, Fußball sei völkerverbindend“, sagt Manuel Neuer, „dann müssen wir diese schönen Worte auch mit Leben füllen.“ Jeder Fall von Rassismus sei einer zu viel, mahnt Rummenigge: „Wer sich dem verschließt, ist bei uns ganz eindeutig im falschen Verein.“