Gegner-Interview
„Wir müssen Männerfußball spielen!“

3:22 Tore – so lautet die BVB-Bilanz aus den vergangenen fünf Spielen in München. Was die Dortmunder am Samstag ändern wollen, erklären Sportdirektor Michael Zorc und Trainer Lucien Favre.

Herr Zorc, die letzten fünf Spiele in der Allianz Arena hat der BVB allesamt verloren. Mit welcher Taktik wollen Sie diese Serie am Samstag beenden?

„Das ist eine Horrorbilanz. Da brauchen wir nicht über Taktik zu reden. Mats Hummels und Axel Witsel haben es schon einmal angesprochen. Am Samstag müssen wir Männerfußball spielen, wir müssen Kerle sein! Das ist das, was wir dort in den letzten Jahren nicht gemacht haben – und das fordern wir jetzt von der Mannschaft. Das ist die klare Vorgabe.“

Der FC Bayern hat in dieser Woche einen Trainerwechsel vollzogen. Hoffen Sie auf eine möglichweise dadurch entstandene Unruhe?

„Nein. Wir sollten nicht glauben, dass wir irgendetwas geschenkt bekommen und dass es leicht wird. Die Jungs in München reißen sich zusammen, unabhängig davon, wer Trainer ist. Es ist ein ganz besonderes Spiel, das merkt man immer schon im Vorfeld. Und auch danach, weil das Ergebnis schon auch eine Wirkung hat auf den weiteren Verlauf.“

Herr Favre, Robert Lewandowski scheint in der Form seines Lebens. Wie wollen Sie ihn stoppen?

„Alle kennen Lewandowski und seine Fähigkeiten. Er kann dribbeln und ist auch mit dem Kopf stark, er bewegt sich richtig, kann die Bälle halten und ist schnell – mit und ohne Ball. Wir müssen gegen ihn sehr gut spielen. Wenn du mit ihm gehst und er mit nur einem Kontakt spielt, musst du sofort wieder da sein.“

Wie stehen die Einsatzchancen bei Marco Reus und Jadon Sancho?

„Bei beiden müssen wir warten. Wir wissen nicht, ob es klappt. Aber nicht nur Marco oder Jadon haben ein Problem. Auch noch zwei, drei andere.“