Interview
„Der Knoten ist geplatzt“

Beim 2:0 gegen Piräus gab Hansi Flick (54) sein Debüt als Cheftrainer des FC Bayern, gegen Dortmund soll nun der zweite Sieg folgen.

Herr Flick, was waren Ihre Erkenntnisse aus dem Sieg gegen Piräus für das Dortmund-Spiel?

„Ich denke, dass der Knoten etwas geplatzt ist, es war keine einfache Zeit. Die Vorbereitung auf Dortmund war sehr konzentriert, aber auch mit einer gewissen Lockerheit. Ich glaube, es hat uns sehr gutgetan, dass wir uns auf die Defensive konzentriert haben. Die Intensität war sehr hoch und die Mannschaft hat das sehr gut gemacht. Wenn du eine gute Defensive hast, ist das auch für die offensive Ausrichtung besser. Ich bin zwar ein Verfechter von Ballbesitz, aber ich möchte auch Effizienz haben.“

Was erwarten Sie am Samstag?

„Dortmund ist natürlich noch einmal ein anderes Kaliber als Piräus, dementsprechend müssen wir uns steigern. Es wird ein Spiel auf hohem Niveau, Dortmund zeichnet sich durch enorm viel Speed aus. Da müssen wir dagegenhalten und das annehmen.“

Vor Piräus haben Sie überraschend offen über die Aufstellung gesprochen…

„Bei diesem Spiel möchte ich aber nicht zu viel verraten. Durch die Sperre von Jérôme Boateng wird Lukas Mai in den Kader rücken, um auch in der Innenverteidigung genügend Möglichkeiten zu haben. Wir haben 18 Spieler im Kader, denen ich zu 100 Prozent vertraue.“

Belastet Sie die öffentliche Diskussion über den Trainer-Posten beim FC Bayern?

„Überhaupt nicht. Wir haben von Anfang gesagt, dass ich zunächst einmal die beiden Spiele gegen Piräus und gegen Dortmund verantwortlich bin. Und ich genieße die beiden Spiele. Das erste haben wir gewonnen, jetzt steht das zweite an. Für mich ist das Spiel gegen Dortmund die Ziellinie. Da wollen wir durchgehen mit einem Sieg, das treibt mich an. Alles andere interessiert mich nicht. Es geht um den FC Bayern und der Klub wird seine Entscheidung treffen. Alles andere kann ich nicht beeinflussen.“