Gegner-Interview
Dardai: „Ich bin Niko-Kovac-Fan“

Hertha-Trainer Pal Dardai und Manager Michael Preetz über das Auswärtsspiel in München.

Herr Dardai, Sie haben mit Ihrer Mannschaft die letzten vier Bundesliga-Spiele gegen Bayern nicht verloren, zuletzt in der Hinrunde sogar gewonnen. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Dardai: „Ja, zuletzt haben wir gegen die Bayern gut ausgesehen. Aber jetzt müssen wir uns wieder gut vorbereiten, fokussieren und die Räume dicht machen. Wir fahren nicht nach München, um nur dort zu sein und mitzumachen. Wir wollen auch etwas mitnehmen.“
Preetz: „Die allermeisten Mannschaften müssen gegen München defensiv gut arbeiten, um die Chance auf Punkte zu erhöhen. Das ist uns in den letzten Jahren gut gelungen, zudem konnten wir punktuell auch vor dem gegnerischen Tor auftauchen. Das Spiel in der Hinrunde war ein bisschen anders. Da haben wir mehr Akzente nach vorne gesetzt und nicht unverdient gewonnen.“

Im DFB-Pokal-Achtelfinale vor zwei Wochen setzte sich der FCB erst in die Verlängerung knapp mit 3:2 durch. Was können Sie daraus für das Spiel am Samstag lernen?

Dardai: „Da haben wir es verpasst, besser mit dem eigenen Ballbesitz umzugehen. Das muss diesmal besser werden! Mit 20, 25 Prozent Ballbesitz holst du keinen Punkt aus München.“
Preetz: „Der Schlüssel gegen Bayern ist immer, die Balance finden: Du musst mutig angreifen, versuchen, zum Torabschluss zu kommen, und gleichzeitig sehr aufmerksam verteidigen. Erfahrungsgemäß ist das in München natürlich schwer, wenn der Druck immer größer wird.“

Sie haben mit Niko Kovac noch zusammengespielt, Herr Dardai. Welche Rolle spielt die alte Verbundenheit für diese Partie?
Dardai: „Privat bin ich Niko-Kovac-Fan, ich drücke ihm die Daumen - aber nicht in diesem Spiel! Wir brauchen jeden Punkt, auch jetzt in München. Wir müssen nicht Dortmund oder Bayern helfen. Die sollen die Sache selber entscheiden, wenn sie gegeneinander spielen.“