Spiel
Bremer Tage beim FCB: erst Liga, dann Pokal

Zweimal in 100 Stunden trifft der FCB auf Werder Bremen. Duell Nummer eins steigt am Samstag in der Allianz Arena.

Bundesliga, 30. Spieltag 2018/19

20. April 2019, 15:30 Uhr

Es war ein Samstag im September 2008, das erste Oktoberfest-Wochenende, und Werder Bremen war in der Allianz Arena zu Gast. Thomas Schaaf und Jürgen Klinsmann hießen die Trainer, Tim Borowski erzielte zwei Tore für den FC Bayern – doch das nützte nichts, denn Werder gewann mit 5:2. Es ist bis heute der letzte Bremer Sieg in München, über zehn Jahre ist er inzwischen alt. Und das soll auch nach diesem Osterwochenende so bleiben.

„Im Moment läuft es sehr gut. Die Mannschaft fühlt sich im Moment sehr sicher“, blickt Niko Kovac dem ersten von zwei Duellen mit Bremen innerhalb von fünf Tagen zuversichtlich entgegen. Nach dem Bundesliga-Spiel am Samstag kommt es schon am Mittwoch im DFB-Pokal-Halbfinale zu einem erneuten Aufeinandertreffen. „Das ist schon eine besondere Situation“, meinte der FCB-Chefcoach. „Der volle Fokus“ liege jetzt aber erst einmal auf dem Ligaspiel.

Die Gegner-Analyse hat Kovac deutlich gemacht, dass diese Aufgabe schwer genug wird. Als einziges Bundesliga-Team sind die Bremer nach der Winterpause noch unbesiegt (6 Siege, 6 Remis), in den letzten 30 Bundesligaspielen haben sie immer mindestens ein Tor erzielt, so auch beim knappen 2:1-Auswärtssieg der Bayern im Hinspiel. „Wir spielen gegen einen sehr schweren Gegner, der sehr gut in Form ist und den wir sehr ernst nehmen“, betonte Kovac.

Aus dem Bundesliga-Spiel wird man seine Rückschlüsse ziehen.

Was war gut? Was hätte man besser machen können?

Niko Kovac

Doch die Bayern haben allen Grund, selbstbewusst in die Partie zu gehen. 6:0 Wolfsburg, 6:0 Mainz und 5:0 Dortmund lauten die Ergebnisse in den letzten drei Heimspielen. Mit einem weiteren Erfolg würden sie zudem im Titelrennen vorlegen und Konkurrent Dortmund, der erst am Sonntag (in Freiburg) antritt, unter Druck setzen.

Verzichten muss Kovac gegen Bremen auf die rekonvaleszenten Manuel Neuer und Arjen Robben. Ob Mats Hummels, der am vergangenen Wochenende in Düsseldorf eine Zerrung erlitt, spielen kann, ist offen. Kovac will kein Risiko eingehen. Zudem klagte James Rodríguez unter der Woche über Adduktorenprobleme. Dafür steht Corentin Tolisso nach seinem Kreuzbandriss bereit, um bei Bedarf in den Kader zu rücken. „Er ist eine Alternative und traut sich das zu“, berichtete Kovac.