Interview
„Es gibt nur noch Finals“

Der FCB-Kapitän über Bremen, das Saisonfinale und seine Verletzung.

Manuel, ein Muskelfaserriss in der Wade hindert dich an einem Einsatz gegen Bremen. Wann, glaubst du, bist du wieder fit?
„Das ist natürlich schwer zu sagen. Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder zwischen den Pfosten zu stehen. Dafür tue ich alles. Ich denke, dass Leipzig ein realistisches Ziel ist. Aber man wird peu à peu sehen.“

Wie erleichtert warst du, dass es „nur“ ein Muskelfaserriss ist?
„Vor dem Spiel gegen Düsseldorf und selbst in der Halbzeit dort war alles in Ordnung. Ich hatte keine Symptome. Solche Sachen passieren einfach im Sport. Damit muss man rechnen, besonders wenn man wie ich über ein Jahr verletzt war mit einem Mittelfußbruch. Nach so einer langen Verletzung weiß man einfach, dass man kleine Muskelverletzungen bekommen kann. Eigentlich hatte ich schon viel früher damit gerechnet.“

Wie nah wirst du als Kapitän in den nächsten Spielen bei der Mannschaft sein?
„Für mich ist es wichtig, dass ich trotz Verletzung bei der Mannschaft bin, auch am Spieltag bin ich in der Kabine. Es ist eine kuriose Saison und bereits viel passiert. Wir müssen hochfokussiert bleiben, keiner darf sich Fehler erlauben. Wir werden nichts geschenkt bekommen, gerade in der Schlussphase der Saison. Da gibt es fast nur noch Finals. Wir haben jetzt die Nase vorn. Aber wir müssen bis zum Schluss alles reinwerfen, um vor Dortmund zu stehen und ins Pokalfinale einzuziehen.“

Die nächste Hürde sowohl in der Bundesliga als auch vier Tage später im DFB-Pokal heißt Werder Bremen. Wie schwierig ist diese Aufgabe?
„Bremen ist eine spiel- und konterstarke Mannschaft mit einem tollen Teamspirit. Im Pokal haben sie gegen Dortmund auswärts gewonnen. Wir müssen gewarnt sein. Es wird in beiden Spielen nicht einfach.“

Und sie haben Claudio Pizarro...
„Claudio ist ein super Strafraumstürmer, immer hungrig, immer motiviert. Gerade gegen Bayern will er natürlich zeigen, dass er es draufhat. Er braucht nicht viele Chancen, kommt auch auf engem Raum schnell zum Abschluss. Im Hinspiel hatte er eine Chance, wo er das Tor nur knapp verfehlt hat. Wir müssen ihn möglichst aus dem Sechzehner raushalten.“