Spiel
Bayern vorbereitet auf „ein spannendes Spiel“

Vier Spiele, vier Siege und 16:0 Tore – Hansi Flick hat als Cheftrainer des FC Bayern einen Startrekord hingelegt. Gegen Leverkusen will der 54-Jährige mit seinem Team nachlegen.

Bundesliga, 13. Spieltag 2019/20

30. November 2019, 18:30 Uhr

Zum ersten Adventswochenende ist es ja fast schon unweigerlich, dass die Gedanken Richtung Weihnachten schweifen. Das geht auch Karl-Heinz Rummenigge so. Kürzlich, nach dem 6:0-Sieg in Belgrad, sagte er daher: „Es wäre schön, wenn wir es bis Weihnachten schaffen, von der Spitze des Baumes nach unten zu schauen.“ Anders formuliert: Auf Platz eins in die Winterpause zu gehen, das ist das Ziel des FC Bayern an den verbleibenden fünf Bundesliga-Spieltagen des Jahres. Diese Mission startet am Samstagabend, wenn Bayer 04 Leverkusen in der Allianz Arena zu Gast ist.

Hansi Flick als Trainer blickt weniger auf die Tabelle, sondern fokussiert sich auf das nächste Spiel. Nach dem besten Start, den je ein Bayern-Chefcoach hingelegt hat (2:0, 4:0, 4:0, 6:0), will er mit seiner Mannschaft natürlich gegen Leverkusen nachlegen. Die Teamsitzung vor dem Spiel dauerte prompt länger als üblich, wie er berichtete: „Daran sieht man, welche Bedeutung Leverkusen für uns hat.“ Flick erwartet „ein spannendes Spiel“ gegen einen Gegner, der ähnlich auftrete wie sein eigenes Team. „Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die sehr gut die Positionen besetzt, die sehr aggressiv nach vorne verteidigt“, meinte er, „man hat das Gefühl, dass das eine Mannschaft ist, die Fußball spielen will, die den Gegner bespielen will. Sie sind sehr mutig.“

Es ist eine Serie, die langsam unheimlich wird.

Karl-Heinz Rummenigge über den Start von Hansi Flick als Chefcoach

Von seinen Spielern erwartet er vor allem, „dass sich jeder Einzelne mit seiner Qualität in den Dienst der Mannschaft stellt.“ So wie in den letzten vier Partien also. „In Belgrad haben wir vier Positionen verändert und jeder hat auf dem Platz Topleistung gebracht“, freute er sich über den jüngsten Auftritt. „Heutzutage gibt es keine elf Stammspieler mehr. Wir haben 23 Spieler, jeder hat Qualität und die Berechtigung, im Kader zu stehen.“

Der Trainer hat also gegen Leverkusen die Qual der Wahl bei der Aufstellung. Flick sieht das aber etwas anders. „Ich kann eigentlich nichts falsch machen“, sagte er, „weil jeder darauf brennt, zu zeigen, welche Qualität er hat.“ Nicht zur Verfügung stehen weiterhin nur die langzeitverletzten Lucas Hernández, Niklas Süle und Fiete Arp. David Alaba, der zuletzt die Reise nach Belgrad in Erwartung seines ersten Kindes nicht mitmachte, wird hingegen in den Kader zurückkehren.