FCBB-ROUNDUP
TRINCHIERIS NOTAUFGEBOT

Die Vorbereitung verlief am Ende doch ein wenig anders als geplant, aber ungeachtet aller Personalprobleme werden die Bayern-Basketballer an diesem Sonntag hochmotiviert aufs Parkett gehen: Ab 18 Uhr (ab 17.30 Uhr auf magentasport.de) empfängt der deutsche Pokalsieger vor den eigenen Fans im heimischen Audi Dome den Südrivalen Ratiopharm Ulm zu seinem Auftaktspiel der neuen Bundesliga-Saison. Nach dem jüngsten Corona-Intermezzo mit ersten Fällen überhaupt in anderthalb Jahren Pandemie und den bekannten Absenzen von mehreren Stammkräften wird Cheftrainer Andrea Trinchieri allerdings zur Improvisation gezwungen sein.

Neben den Covid-Rekonvaleszenten, die dieser Tage wieder aus der Quarantäne zurückkehren sollten, sind zunächst die noch im Aufbau befindlichen Nihad Djedovic, Leon Radosevic und Paul Zipser sowie Vladimir Lucic (gesperrt) keine Option. Dafür haben die Bayern ihre Fans zurück, „und auf die Zuschauer freuen wir uns richtig“, sagt Youngster Jason George. „Wir hoffen, es kommen möglichst viele.“

Tickets gibt es online unter fcbayern.com/basketball/de/tickets. Jeder Gast wird übrigens am Sonntag eine FCB-Fahne als Willkommensgeschenk erhalten.

„Welt endet nicht mit erstem Spiel“

„Ich weiß noch nicht, mit welchem Kader ich am Sonntag spielen kann“, erklärte unterdessen Coach Trinchieri zur Lage auf der Eröffnungs-PK (Youtube-Link). „Aber das Ziel ist jetzt nicht Sonntag, nicht das erste Spiel in der EuroLeague, sondern mit Kreativität und auf dem besten Weg durch diesen kritischen Moment hindurchzukommen. (…) Die Mannschaft hat eine lange Saison vor sich und die Welt endet nicht mit dem ersten, zweiten oder zehnten Spiel. Wir müssen eine seltsame Situation überstehen, dass ich viele Spieler habe, die ich nicht einsetzen kann - aber besser jetzt als demnächst in einem Monat mit 13 Spielen.“

Geschäftsführer Marko Pesic sah das ähnlich: „Unser Fokus ist jetzt erst mal, Andrea und der Mannschaft von Tag zu Tag zu helfen, mit der bestmöglichen Formation spielen zu können.“ Natürlich habe der FCBB „eine große Motivation, unsere erfolgreiche letzte Saison noch einmal zu wiederholen mit unseren Fans, die letzte Saison schon sehr gefehlt haben“. Doch zunächst sei Geduld gefragt: „Nach dem Magenta-Turnier konnte kaum trainiert werden und diese Auswirkungen sind sehr, sehr schwierig aufzuholen. Es wird also eine Zeitlang brauchen.“

Hainer: „Wollen auch als Verein wachsen“

Vereinspräsident Herbert Hainer bekräftigte ebenfalls, bei aller „Motivation im Verein“, nach der erfolgreichen Saison 2020/2021 mit dem Erreichen der EuroLeague-Playoffs und dem Pokalsieg „den nächsten Schritt machen zu wollen“, werde dieser „nicht nur an Tabellenplätzen festgemacht. Sondern auch daran, dass wir als Verein wachsen wollen, damit wir irgendwann dauerhaft in der europäischen Spitze vertreten sind“. Trinchieri stimmte ein und ergänzte: „Die Playoffs in der EuroLeague sind kein Ziel, sondern ein Traum, und wir alle arbeiten für Träume.“