Vorbericht
Premiere gegen Chemnitz auch auf „Sport1“
BBL, 12. Spieltag 2020/21

10. Januar 2021, 15 Uhr, Audi Dome München

Es ist eine Premiere: Erstmals treffen die Bayern-Basketballer am Sonntag (15 Uhr) auf die Niners Chemnitz. Der Neuling hatte in den vergangenen Jahren schon mehrmals dicht vor dem Sprung in die BBL gestanden. 2017 scheiterten die Sachsen im Playoff-Halbfinale an Gotha, im vergangenen Jahr an Hamburg. Nun glückte der Aufstieg nach einer fast perfekten Hauptrunde in der ProA (nur zwei Niederlagen in 27 Spielen), deren Tabelle nach dem Abbruch maßgebend war.

Der Verein entstand 1999 als Fusion der BG Chemnitz mit Lok Chemnitz zum BV Chemnitz 99, vor rund 13 Jahren wurde das 2007 in die ProA aufgerückte Bundesligateam in die Niners Chemnitz GmbH ausgegliedert. Ende Mai 2015 übernahm der Argentinier Rodrigo Pastore als Trainer – der Aufstiegscoach ist immer noch im Amt.
 

Der Aufsteiger feierte schon drei Siege

De Niners benötigten in der easyCredit BBL etwas Eingewöhnungszeit, haben aber auch schon Duelle mit den aktuellen Spitzenteams Oldenburg, Crailsheim und Ludwigsburg hinter sich – und inzwischen bereits drei Erfolgserlebnisse: In Gießen glückte vor Weihnachten mit dem 95:83 der erste BBL-Sieg überhaupt, es folgten ein furioses 95:75 beim Überraschungsteam Hamburg und zuletzt der erste Heimerfolg, sinnigerweise im ersten Ostderby mit dem MBC (96:79).

Angesichts der 3:7-Zwischenbilanz kann der Aufsteiger in München befreit aufspielen. Bester Werfer der Niners sind bisher Joseph Lawson (12,6 PpS), Guard Marcus Thornton (12,1 PpS, 3,9 ApS), Isiaha Mike (11,4 PpS) und Flügelspieler George King (10,1). Nicht mehr im Kader steht offenbar US-Spielmacher Wes Clark (9,7), der in die italienische Serie A nach Venedig zurückkehren soll. Zu achten haben die Bayern generell darauf, keine offenen Dreier zuzulassen, denn Chemnitz hat hier bislang mit knapp 41 Prozent die zweitbeste Quote in der BBL aufzuweisen.

Für das Team von Bayern-Cheftrainer Andrea Trinchieri gilt es trotz des nächsten Einsatzes nur 41 Stunden nach dem Spielende in Piräus, mit einem Heimsieg die enttäuschende Vorstellung vor einer Woche in Berlin endgültig abzuhaken und den Anschluss an die Spitze zu halten. Definitiv noch nicht helfen können Zan Mark Sisko und Robin Amaize angesichts ihrer Muskelblessuren.

Spielbeginn im Audi Dome ist um 15 Uhr, das Match ist auf MagentaSport und diesmal auch im Free-TV bei Sport1 zu sehen.