Nachbericht Piräus
Drama in Piräus ohne vier

Die Bayern haben das schwere Auswärtsspiel am Freitagabend bei Olympiakos Piräus hauchdünn und mehr als unglücklich 82:84 (46:44) verloren. Das stark ersatzgeschwächte Team von Cheftrainer Andrea Trinchieri gewann zwei Viertel und kämpfte sich im letzten Abschnitt nach einem 70:77-Rückstand noch einmal zurück. Vier Sekunden vor Schluss hatte man einen letzten Ballbesitz zum möglichen Sieg, der finale Dreier von Paul Zipser wurde als korrekt verteidigt gewertet. Immerhin haben die Bayern, die nun bei 11:7-Siegen stehen, angesichts des 74:68 im Hinspiel den direkten Vergleich mit dem griechischen Playoff-Kandidaten (9:8) für sich entschieden.

Den kämpferisch bärenstarken Münchnern fehlte neben Topscorer Vladimir Lucic, Zan Mark Sisko und Robin Amaize kurzfristig auch Kapitän Nihad Djedovic angeschlagen. Ihr bester Werfer war D.J. Seeley, der 26 Punkte holte und sieben von acht Dreiern traf.


„Ich bin stolz auf meine Spieler“

Trinchieri sagte vor der Presse in Piräus: „Ohne vier Spieler haben wir ein exzellentes Spiel abgeliefert. Meine Spieler tun mir leid, weil sie so hart gespielt, sich durch Fehler durchgearbeitet und sie wirklich nie, nie aufgegeben haben; auch nicht, als Olympiakos große Dreier getroffen hatte. Wir haben als Team gespielt und das Einzige, was nicht in die richtige Richtung ging, wardas Resultat auf der Anzeigetafel. Der Rest hat bei uns gestimmt, ohne die vier fehlenden Spieler haben wir solch eine Leistung gezeigt. Aber so ist es nun, ich bin stolz auf meine Spieler.“

Olympiakos zeigte im Schlussviertel Qualitäten von der Dreierlinie und traf auch gut verteidigte Würfe (66:75/35.). Mit wichtigen Zählern von Topscorer Seeley und einer aggressiven Verteidigung schafften es die Bayern dennoch drei Minuten vor dem Ende zum 77:77-Ausgleich. Am Ende blieben den Münchnern noch 4,2 Sekunden, um einen Zwei-Punkte Rückstand aufzuholen oder zu übertrumpfen. Der Ball landete in den Händen von Paul Zipser, der beim Dreier arg von Vezenkow gestört wurde. Doch ein vertretbarer Foulpfiff bleib aus.


FCBB: D.J. Seeley (26 Punkte, 7/8 Dreier), Jalen Reynolds (20), Wade Baldwin (12/5 Assists), Leon Radosevic (8), Diego Flaccadori (5), Paul Zipser (5), James Gist (4), Nick Weiler-Babb (2/4 Assists), JaJuan Johnson, Sasha Grant und Nihad Djedovic (dnp).